Ein Sommerkonzert wie aus tausend und einer Nacht!

Gepostet von am Jun 21, 2018 in Termine | Keine Kommentare

„Es gibt Musik, die berührt und es gibt Musik, die die Kraft hat das Leben zu verändern. So ging es mir mit Rimski-Korsakovs `Scheherazade´,“ erzählt die Orchesterleiterin des Theodor-Fliedner-Gymnasiums als ich sie zur Intention des Mottos des diesjährigen Sommerkonzerts am Theodor-Fliedner-Gymnasium befragte. „Als ich ein Arrangement für die Jungen Symphoniker Kaiserswerth fand, wusste ich sofort, das wird unser Motto!“

Scheherazade ist die die Hauptfigur des berühmten persischen Märchens „1001 Nacht“. Um ihr Volk vor dem grausamen Herrscher zu retten, trat sie mutig vor ihn und bat sich an seine Frau zu werden, wohlwissend, dass er jede seiner Frauen am nächsten Morgen, aus Rache an seiner fremdgängerischen ersten Frau, hinrichten ließ. Doch Scheherazade überlebte die erste und auch jede weitere Nacht an seiner Seite, indem sie ihm so spannende Geschichten erzählte, dass er in der nächsten Nacht wissen wollte, wie sie wohl weiter gehen würde. Nach tausend und einer Nacht hat sie den Fluch gebrochen und ihre Geschichten werden seither weltweit erzählt. Wahrscheinlich kennen Sie alle ihre Geschichten von Aladdin und Sindbad. So eröffnete das kleine Orchester des Theodor-Fliedner-Gymnasiums mit Aladdins Titelmusik „A Whole New World“ das diesjährige Sommerkonzert. Im kleinen Orchester lernen die Instrumentalisten am Theodor-Fliedner-Gymnasium unter der Leitung von Katrin von Kries zusammen zu musizieren, aufeinander zu hören und erste Werke des klassischen Orchesterrepertoires kennen.

Im Anschluss folgte das große Orchester mit dem Klassiker von Ludwig van Beethoven: der Egmont Ouvertüre. Ähnlich tragisch wie Scheherazade handelt das Schauspiel „Egmont“ von dem Freiheitskämpfer Egmont, der sein Volk aus der Unterdrückung Spaniens befreien will, aber aus lauter Naivität in einen Hinterhalt tappt und zum Tode verurteilt wird. „Es klingt nicht nach Schulorchester! Es ist schon beeindruckend dieser Klang.“ sagt die Zuhörerin und Paukistin Anja Offelder. „Die leisten schon richtig tolle Arbeit!“

Weniger tragisch, eher geistlich, schwebend folgte die „Meditation“ aus der Oper „Thais“ von Massenet, gespielt von der Violinistin Anna Hauke und dem Pianisten Romeo Witzel und begleitet vom Orchester, die die Zuhörer in Staunen versetzten. Kaum trauen sie sich zu atmen bei diesen zerbrechlichen und doch souverän dargebotenen Klängen. „Wir haben einfach großartige Solisten an unserer Schule“ sagt die langjährige Vokalensembleleiterin Jutta Allemeyer und verweist dabei nicht nur auf Anna Hauke, sondern auch auf Qinyu Geng, die ein traditionelles chinesisches Lied auf der Guzheng darbot, sondern auch auf die Sopranistin Jung Kim, die die Aula mit „Strahelnder Mond“ aus der Operette „Der Vetter aus Dingsda“ verzauberte.

Etwas beschwingter lud das Vokalensemble mit den Titeln „Barabar Ann“ der Beach Boys oder „Summer Nights“ aus dem Musical Grease zum Mitwippen ein. Auch das Arrangement von Martin Parent für die Jungen Symphoniker Kaiserswerth (ein Konglomerat der Schulorchester des Suitbertus-Gymnasiums und des Theodor-Fliedner-Gymnasiums) und den gemischten Chor des Suitbertus-Gymnasiums ließ das Publikum in Erinnerungen von Filmklassikern wie „Miss Marple“ oder „Das Dschungelbuch“ schwelgen.

„Ich war sehr aufgeregt, aber am Ende freut man sich, wenn alles gut geklappt hat. Jetzt freue ich mich schon auf unsere Orchesterfahrt nach Irland!“ sagt die zwölfjährige Violinistin Liza Wagner stolz. Beschwingt und beseelt verlassen die Zuhörer die Aula des Theodor-Fliedner-Gymnasiums. Wie bei Scheherazade gibt es auch hier ein Happy Ending.

Gerne möchten wir Sie auch zu unserem nächsten Konzert, dem Adventskonzert am Donnerstag, den 6. Dezember, in die Aula des Theodor-Fliedner-Gymnasiums einladen. Weitere Termine können Sie unserer Schulhompagehttp://www.tfg-duesseldorf.de entnehmen.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.